Matratzen

Welche Matratzen kaufen

Die richtige Matratze für einen erholsamen Schlaf

Ein gesunder Schlaf beginnt bereits mit der richtigen Matratze. Das Richtige muss jedoch nicht unbedingt teuer sein. Vielmehr kommt es auf die Gegebenheiten wie beispielsweise Härtegrad oder Zonen an, um einen erholsamen Schlaf zu erreichen. Schließlich verbringen wir mehr als 2.500 Stunden jährlich im Bett.

Gute Matratzen

Matratzen-Typen: Von Federkern bis Kaltschaum

Federkernmatratzen: Langlebig und robust

Zu den bekanntesten Matratzen gehört das Federkernmodell. Das liegt auch daran, dass sie sehr viele Vorteile mitbringt und für die meisten Menschen als besonders bequem empfunden wird. Eines der Vorteile ist die Durchlüftung. Durch das Federkern im Inneren und der meist aus Baumwolle bestehenden Außenstoff, wird eine optimale Wärmeregulierung und Durchlüftung ermöglicht. So behält die Schlafunterlage während der gesamten Nacht eine angenehme Temperatur, was gleichzeitig die Schlafqualität erhöht. Auch die Langlebigkeit der Federkernmatratzen ist ein entscheidender Grund für ihre große Beliebtheit. Natürlich gibt es qualitative Unterschiede, die sich vor allem in der Punktelastizität und Anpassung an verstellbare Lattenroste bemerkbar machen. Besonders sehr günstige Modelle sind weniger für Menschen mit Rückenschmerzen geeignet, weil sie vor allem Nacken- und Rückenbereich nicht optimal unterstützen. Das gilt allerdings nicht im Allgemeinen, denn einige Federkernmatratzen besitzen diese Eigenschaften.

Kaltschaummatratzen: Hohe Anpassungsfähigkeit an den Körper

Auch Kaltschaummatratzen gehören zu den beliebten Modellen und erleben seit einiger Zeit eine Renaissance. Lange galten sie als Billigware und nicht geeignet, um einen erholsamen Schlaf zu finden. Das hat sich durch neue Entwicklungen grundlegend geändert. Stiftung Warentest wollte sich davon überzeugen, und testete 2012 insgesamt 16 Kaltschaummatratzen. Keine der Modelle fiel wirklich durch. Viele der Matratzen bekamen von Stiftung Warentest eine gute Note. Besonders die günstigeren Modelle konnten bei der Untersuchung überzeugen. Der Vorteil an Kaltschaummatratzen ist ihre Anpassungsfähigkeit an den Körper. Außerdem sind sie äußerst langlebig. Eines der Nachteile hingegen ist die leichte Entzündlichkeit der Materialien. Deshalb werden chemische Zusätze verwendet, die jedoch durch ökologische Standards durchfallen.

Latexmatratzen: ökologisch und anpassungsfähig

Latexmodelle können sowohl aus chemischen wie auch aus natürlichen Materialien bestehen. Sie passen sich sehr gut der nächtlichen Körperhaltung an und sind absolut geräuschlos. Allerdings sind sie ein wenig schwer und unhandlich.

Härtegrad Matratzen

Der Härtegrad – wichtig für einen erholsamen Schlaf oder doch nicht?

Noch entscheidender als der Matratzen-Typ ist der Härtegrad, um ausgeruht aufzuwachen.

Aber gerade der Härtegrad ist sehr umstritten. Denn im Gegensatz zu fast allem in Deutschland, gibt es für den Härtegrad keine einheitliche Norm, sodass Hersteller sehr frei in ihrer Interpretation sein können. Insgesamt gibt es fünf Einstufungen, davon sind drei handelsüblich. H1 soll für Menschen bis zu einem Körpergewicht von 60 Kg optimal sein, H2 für Personen bis 80 Kg und H3 für alle, die mehr als 80 Kg wiegen. Aber nicht nur das Gewicht entscheidet darüber, ob die Matratzen den Körper während des Schlafs optimal unterstützen, sondern auch andere Faktoren. Beispielsweise muss die Körpergröße und die Haltung während der Schlafphase bedacht werden. Damit wird der Härtegrad zwar zu einer Orientierung, aber zu keiner Richtlinie.

Rückenschmerzen: Genau dann ist die richtige Matratze wichtig

Härtegrad, Matratzen-Typ – das ist alles gut und schön, aber was ist wenn man unter chronischen Rückenschmerzen oder einem Bandscheibenvorfall leidet? Welche Matratze ko

mmt dann in Frage? Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht. Fakt ist aber, dass der Rücken sich während des Schlafes regenerieren soll und die Bandscheiben sich wieder mit Wasser füllen müssen. Das funktioniert jedoch nicht, wenn die Matratze einfach nicht die Richtige ist und die Muskeln sich nicht entspannen können, sondern sich die ganze Nacht anspannen. Das Resultat sind am Morgen noch mehr Rückenschmerzen als am Tag davor. Grundsätzlich wird empfohlen, dass bei Rückenschmerzen Modelle mit

unterschiedlichen Zonen am optimalsten sind. Becken und Nacken sollten beispielsweise weich liegen. Aber jeder Mensch ist unterschiedlich und somit ist für den Einen eine harte Matratze und für den Anderen ein weicheres Modell einfach gut.

Kindermatratzen

Erholsamer Schlaf für die Kleinen

Ganz speziell ist auch das Thema Kindermatratzen. Besonders im Hinblick auf den plötzlichen Kindstod. Es gibt bis heute keine eindeutigen Erkenntnisse weshalb so etwas auftreten kann. Aber sicher ist, dass eine reguläre Luftzirkulation durch die Matratze effektiv sein kann. Empfehlenswert sind deshalb Modelle, die diese Eigenschaft besitzen. Ökologische und Allergiearme Modelle kommen ebenfalls für Kinder in Frage. Aber die Schlafunterlage für die Kleinen darf ruhig härter sein, da ihre Wirbelsäule noch keine S-Form besitzt und deshalb muss die Matratze auch keine bestimmten Zonen unterstützen.

Wenn man ein bisschen mehr auf die Waage bringt

Menschen, die ein wenig schwerer sind, brauchen Modelle, die die einzelnen Zonen unterstützen. Ob nun eine harte oder weiche Unterlage, kann nach belieben entschieden werden. Doch gerade bei Menschen, die etwas mehr auf die Waage bringen, muss das Gesamtpaket stimmen. Das heißt, ein gutes Lattenrost, eine robuste Matratze und ein stabiles Bett. Auf den Härtegrad sollte auch ein wenig geachtet werden, doch daran festklammern sollte man nicht, weil es keine Normen gibt. Auch hier gilt: Es muss bequem sein und einen erholsamen Schlaf bieten.